Anubis – Der Gott des Totenkult

Fast jedem ist “Anubis” ein Begriff und kann diesen auch zuordnen. Anubis war ein Gott, der dem Totenkult zugeschrieben wird, doch was genau war und machte er?

Ein Kind mit vielen Eltern

Geht man nach den Ägyptern, war Anubis nicht nur der Sohn von Seth, der Sohn des Re und Nephthys, der Sohn der Kuhgöttin Hesat, sondern auch der Katzengöttin Bastet. Angeblich war er auch der Sohn von Osiris und Nephthys, entstanden bei einem Seitensprung, was Isis, die Frau von Osiris trotzdem nicht abhielt, Anubis großzuziehen (So besagt es der Osiris-Mythos von dem Griechen Plutarch).

Was war Anubis und was machte er?

Anubis war der Gott des Totenkults, der im alten Reich jedoch eine noch viel größere Bedeutung hatte, nämlich war Anubis im alten Reich der Totengott von Osiris. Da Anubis die erste Mumifizierung an Osiris, nachdem dieser tot war, durchgeführt haben soll, betrachtete man ihn seither als Gott der Einbalsamierung und Beschützer der Toten. Damit die Toten wieder hören, riechen, sehen und sprechen konnten, führten Priester nicht nur die Einbalsamierung, sondern auch Totenriten durch, wobei sie eine Anubis-Maske trugen.

Ob ein Toter ewig leben durfte wurde vor dem Totengericht von Osiris entschieden. Anubis führte die Verstorbenen in die Unterwelt wo er die Wägeprüfung vor dem Gericht von Osiris durchführte. Dabei wurde das Herz auf die eine Seite der Waage gelegt, die Feder der Maat, die für Gerechtigkeit und Ordnung stand, auf die andere Seite der Waage. Hatte das Herz und die Feder das selbe Gewicht, stand dem ewigen Leben für den Verstorbenen nichts im Weg.

Man kann Anubis in voller Rüstung als Beschützer von Osiris in den Katakomben von Alexandria sehen. Er wurde in der griechisch-römischen Zeit zu einer kosmischen Gottheit, die über Himmel sowie Erde herrschte, und den Menschen das Licht brachte.

So wird Anubis dargestellt

Anubis sieht man in Form eines Menschen mit Schakalkopf wie in Abydos in dem Tempel von Ramses II oder als ganzen Schakal. In seiner Schakalform sieht man ihn entweder in liegender Position mit gesenktem oder stehendem Schwanz sowie gespitzten Ohren. Außerdem trägt er um seinen Hals ein Band das Magisch sein soll. Dazu sieht man wie bei Osiris eine Geisel neben ihm stehen.

Da Anubis eine nicht natürliche schwarze Farbe hat, bringt man ihn mit dem Totenkult in Verbindung, da nach einer Mumifizierung die Körper ebenfalls eine schwarze Farbe haben, die durch das entziehen aller Feuchtigkeit durch ein Natronbad und dem Einreiben mit Salben und Ölen entsteht.

Die Ägypter glaubten fest daran, dass im Jenseits die Auferstehung und ein neues Leben folgen wird, was wahrscheinlich von der Überschwemmung des Nils, der danach neues Leben hervorbrachte, abgeleitet wird.

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