Der Fluch des Pharao! – Oder eher weniger?

Howard Carter, der von 1874 bis 1939 lebte, fand am 4. November des Jahres 1922 die Grabstätte von Tutanchamun, die bis dahin unberührt wahr. Eine kleine Tontafel, auf der “Der Tod soll den mit seinen Schwingen erschlagen, der die Ruhe des Pharaos stört”, interessierte ihn zu dem Zeitpunkt wenig, was auch nicht wirklich verwundert, wenn man weiß, was wirklich auf der Tafel steht – “Ich verhindere, dass Sand die geheime Grabkammer füllt. Ich bin zum Schutz der Toten da.”

Der Fund durch Howard Carter

“Habe endlich wunderbare Entdeckung im Tal gemacht. Ein großes Grab mit unbeschädigtem Siegel.”, stand auf dem Telegramm, das er an Lord Carnarvon, seinem Sponsor schickte. Lord Carnarvon wurde laut Gerüchten davor gewarnt, die Reise nach Ägypten anzutreten, dennoch stand er mit Howard Carter gemeinsam an dem Nachmittag des 24. November vor dem Sarkophag von Tutanchamun. Interessant dabei ist, dass Schlangen als Beschützer der Pharaonen gelten und in der selben Stunde als der Sarkophag geöffnet wurde, der Wellensittich von Lord Carnarvon von einer Schlange gebissen wurde und daran starb.

Der Fluch zeigte Wirkung – Scheinbar doch nicht!?

An unerklärlichen Ursachen starben nach einigen Monaten die Mitglieder, die bei der Entdeckung sowie Öffnung des Sarkophags beteiligt waren nach dem anderen. Unter den Toten wahr ebenfalls Lord Carnarvon, der beim Rasieren über einen Stich an seinem Hals, der von einem Insekten war rasierte und dadurch eine Blutvergiftung bekam. Außerdem stellten die Ärzte fest, dass er an einer Lungenentzündung litt. Es wird erzählt, dass in ganz Kairo zu diesem Zeitpunkt das Licht ausgefallen sei.

Da die Presse die Reihe von Todesfällen in ein grausames Licht rückten, war die Hysterie bald so enorm, dass Kunstsammler ihre Sammlerstücke aus Ägypten auf dem schnellsten Weg wieder los werden wollten. Man könnte fast meinen, dass alle die sich mit der Mumie beschäftigten oder das Grab besuchten, das gleiche Schicksal teilten. Es dauerte Jahrzehnte, bis man sich mit Verstand an die Todesfälle machte. Dabei wurde festgestellt, dass der überwiegende Teil der Personen, die das Grab kurz nach dessen Öffnung besuchten entweder bereits an Erkrankungen litten, oder geschwächt durch ihr hohes Alter waren. So auch Lord Carnarvon, der zu der Zeit der Öffnung des Sarkophags eine Lungenentzündung hatte.

Es war ja doch kein Fluch

Schuld an den ganzen Todesfällen war demnach kein Fluch, sondern der Schimmelpilz Aspergillus Flavus. Dieser Schimmelpilz hatte die ganzen Jahrtausende in der Grabkammer mit sehr wenig Sauerstoff überlebt. Die Grabbeigaben sowie organischen Überreste des Pharaos dienten dem Pilz als Nahrungsquelle. Als das Grab geöffnet wurde, wirbelte er durch die ganze Luft, konnte sich somit auf den Lungen ablegen und bei einigen heftige allergische Wirkungen auslösen. Die Personen die Gesund waren, merkten von dem Pilz nichts, bei kranken oder altersschwachen Person hingegen, wirkte er oft tödlich.

Die meisten Ereignisse stellten sich dann später als Lügengeschichten der Zeitungen heraus, da sie entweder enorm übertrieben waren, oder keine Beweise vorgelegt werden konnten. Ein Detail das völlig übertrieben dargestellt wurde ist zum Beispiel, dass nur in der Klinik der Strom ausgefallen ist, und nicht in ganz Kairo.

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