Die 5000 Jahre alte Tempel in den Anden

Archäologen haben im Jahr 2013 einen Tempel gefunden, der sogar noch einen Herd beinhaltet. Der Tempel liegt ungefähr 40 Kilometer entfernt von Lima, in El Paraiso und soll laut einer Datierung um die 5000 Jahre alt sein.

Ungefähr 6000 v. Chr. soll der Homo Sapiens nach einer geschätzten Reise von 9000 Jahren Südamerika erreicht haben, was jedoch in den letzten Jahren durch immer mehr gefundene Hinweise gegen die sogenannte Beringa-Lehre deuten.

Mit Hilfe der Radiokarbonmethode hat man das Alter die in Südchile Reste einer Siedlung auf 15.000 Jahre datieren können. Aber auch der Fund im Jahr 2013 in Lima haben Archäologen einen Tempel gefunden, der sich auf das Jahr 3000 v. Chr. datieren ließ, was den erstaunlichen Fund einer der ältesten Opferstätten Amerikas aufzeigen würde, wenn die Datierung stimmt. Das Kulturministerium Perus teilte mit, dass sogar ein Herd in einem der Seitenflügel gefunden wurde, mit dem Opfergaben verbrannt wurden – Davon gehen die Archäologen zumindest aus. Der Leiter des Grabungsteam Marco Guillen sagte, dass die Priester über den Rauch den Kontakt mit den Göttern suchen wollten.

Seit den Fünfzigerjahren entdecken Archäologen in El Paraiso im Chillón-Tal Spuren menschlicher Besiedlung. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Ort, mit den zehn größten Gebäuden, eine der ältesten Siedlungen in den Anden war. Auch fanden Altertumswissenschaftler der freien Universität Berlin in Sechín Bajo ein Bauwerk, das auf 3200 v. Chr. datiert wurde.

Die beiden Orte El Paraiso und Sechín Bajo haben eine verblüffend ähnliche Lage, da sie nicht nur am Fuß der Anden, sondern auch in Flusstälern liegen, von denen die Küstenwüste Perus durchschnitten wird, und eine Grundlage zum leben gegeben haben könnten. Die Menschen hätten sich von Fisch und der Ernte vom Ackerbau gut ernähren können. Zu den beiden Orten kann man aber auch Caral am Rio Supe zählen, deren Tempelanlagen eine Datierung von 3300 v. Chr. Haben.

Als in Ägypten und im vorderen Orient die ersten Hochkulturen der Menschheit entstanden belgen die Ausgrabungen in El Paraiso, Caral sowie Sechín Bajo, dass sich auch da zu dieser Zeit bereit Gesellschaften gebildet haben, in denen die Autorität eine Rolle zu spielen schien. Der unterschied zu Ägypten und dem vorderen Orient ist, dass in Südamerika bisher keine Hinweise gefunden wurden, die auf Schrift hindeuten.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*